Filme streamen aus dem Internet: Legal oder Illegal?

Streamingangebote gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Und abgesehen von legalen und natürlich kostenpflichtigen Angeboten wie Netflix, Maxdome, Amazon Prime und ähnlichen, gibt es natürlich auch viele Angebote, deren Legalität nicht so einfach einzuschätzen ist.

Fest steht, dass Anbieter der jeweiligen Services rechtswidrig handeln, sofern sie Filme oder Serien ohne Erlaubnis der Rechteinhaber zur Verfügung stellen. Ebenso macht sich rechtlich angreifbar, wer Filme, Serien oder Musik von Quellen herunterlädt, die offensichtlich nicht von den betreffenden Rechteinhabern bereitgestellt wurden: Die Nutzung derartiger Filesharing-Angebote stellt eine Urheberrechtsverletzung dar. Die üblichen Torrent- und Downloadportale werden heutzutage flächendeckend überwacht, so dass Nutzern dieser Angebote eine teure Abmahnung ziemlich sicher ist.

Aus diesem Grund weichen viele Nutzer inzwischen auf Streamingportale und sogenannte One-Click-Hoster aus: Es scheint sich die Auffassung herumgesprochen zu haben, dass hier – da die Inhalte nicht heruntergeladen, sondern gestreamt werden – kein Risiko einer Abmahnung besteht. Ist dies wirklich so?

Streaming in der Grauzone

Die Rechtslage bei derartigen Angeboten ist nicht Eindeutig. Die Juristenmeinung geht mehrheitlich davon aus, dass keine Urheberrechtsverletzung vorliegt, da keine klassische Vervielfältigung rechtlich geschützter Inhalte stattfindet: Da der Film nicht als Ganzes heruntergeladen wird und auf dem Rechner verbleibt, sondern in Datenpaketen die nicht der Speicherung, sondern der unmittelbaren Darstellung dient. Allerdings gibt es bislang keine Gerichtsurteile, die diese Auffassung bestätigen. Erfolgreiche Abmahnungen gegen Nutzer von Streaming-Angeboten sind bislang jedenfalls nicht bekannt.

Die Ende 2013 durch die Medien bekannt gewordene Abmahnwelle eines Anwaltes, gegen viele Tausend Besucher der Pornoplattform RedTube, hielt einer rechtlichen Überprüfung nicht stand und endete für den betroffenen Anwalt eher unangenehm: Er musste in Folge dieser Abmahnwelle seine Zulassung abgeben und seinen Beruf an den Nagel hängen.

Legal Streaming is best Streaming!

Nicht nur aus juristischer Sicht, sondern auch aus Sicherheitsgründen ist bei der Nutzung von Streamingangeboten trotzdem ausschließlich zu legalen Angeboten zu raten: Immer mehr Schadsoftware wird über Anbieter kostenloser und dubioser Streamingdienste verbreitet, indem dem Nutzer vorgetäuscht wird, er müsse spezielle Clients zur Darstellung der Inhalte installieren, oder gar automatisiert im Hintergrund durch das Ausnutzen von Sicherheitslücken in der Darstellung der Streamingseiten.

Von diesen Risiken abgesehen, sind die Angebote legaler Streamingdienste allein aus Qualitätsgründen und Gründen der Benutzerfreundlichkeit zu empfehlen: Zwar mag es zunächst mal Überwindung kosten, sich für einen kostenpflichtigen und legalen Streamingdienst zu entscheiden – allerdings ist dieses Geld gut angelegt: Abgesehen davon, dass man sich so sicher sein kann, stets ein qualitative gutes Streamingangebot zu nutzen, ist mir kein Streamingdienst bekannt, der es mir ermöglicht sicher und ohne Angst vor Schadsoftware, Plattformübergreifend auf ein sowohl auf PC, TV und Mobilen Devices gleichbleibendes Angebot zugreifen zu können.

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